Verschuldungskennzahlen erklärt

Ordnet Verschuldung und Zinsbelastung anhand ausgewählter Bilanz- und Ergebniskennzahlen ein. Branchen und Geschäftsmodelle unterscheiden sich dabei strukturell, weshalb die Kennzahlen im jeweiligen Kontext betrachtet werden.

Was ist der Verschuldungsgrad?

Gesamtschulden im Verhältnis zum Eigenkapital, dargestellt als Vielfaches. Höhere Werte bedeuten einen höheren Fremdkapitalanteil relativ zum Eigenkapital. Typische Niveaus unterscheiden sich deutlich nach Geschäftsmodell und Branche. Ist das Eigenkapital null oder negativ, ist der Verschuldungsgrad nicht definiert; wir zeigen und bewerten dann das Verhältnis von Eigenkapital zu Verbindlichkeiten.

Was ist die Fremdkapitalquote?

Anteil des Fremdkapitals an der verwendeten Bilanzbasis, dargestellt als Prozentsatz. Die Kennzahl beschreibt die Finanzierungsstruktur des Unternehmens.

Was ist die Schuldentilgungsdauer?

Nettoverschuldung im Verhältnis zum verwendeten Ergebnismaß, dargestellt in Jahren. Sie zeigt rechnerisch, wie groß die Nettoverschuldung relativ zu diesem Ergebnismaß ist. Es handelt sich um eine Verhältniskennzahl und nicht um eine tatsächliche Tilgungsprognose. Ein negativer Wert bedeutet Nettoliquidität: das Unternehmen hat mehr liquide Mittel als verzinsliche Schulden.

Was ist der Zinsdeckungsgrad?

Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Zinsaufwand, dargestellt als Vielfaches. Die Kennzahl zeigt, um welches Vielfache das verwendete operative Ergebnis den Zinsaufwand übersteigt. Typische Werte unterscheiden sich nach Branche und Kapitalstruktur.

Wie aus den Kennzahlen ein Score wird

Wie eine Kennzahl innerhalb ihrer Vergleichsgruppe eingeordnet wird und wie daraus die Scores der Bereiche und der Kennzahlen-Score entstehen, beschreibt die Methodik.

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