Dividendenkennzahlen erklärt
Der Dividendenscore ordnet die Ausschüttungen eines Unternehmens anhand mehrerer Kennzahlen ein. Dazu gehören unter anderem Dividendenrendite, Ausschüttungsquote, Dividendenwachstum und die Beständigkeit der Dividende. Der Bereich fließt nur in den Kennzahlen-Score ein, wenn das jeweilige Unternehmensprofil Dividenden berücksichtigt und eine verlässliche Bewertung möglich ist.
Was ist die Dividendenrendite?
Summe der Dividenden der letzten zwölf Monate im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Der Wert verändert sich sowohl durch Änderungen der Dividende als auch durch Kursbewegungen und sollte deshalb nicht isoliert interpretiert werden. Im Kennzahlen-Score wird sie nach ihrem Rang unter den Dividendenzahlern der Vergleichsgruppe eingeordnet.
Was ist die Ausschüttungsquote?
Anteil des Gewinns, den ein Unternehmen als Dividende ausschüttet. Wir berechnen die Quote selbst aus Dividenden und Nettogewinn des jüngsten abgeschlossenen Geschäftsjahres, für das beide Zahlen vorliegen und das vor höchstens zwei Jahren endete; eine Quote über 100 % bedeutet, dass die Ausschüttung den Gewinn dieses Jahres übersteigt. Im Kennzahlen-Score bewerten wir, wie gut der Gewinn die Dividende deckt, auf einer festen, fallenden Skala: bis 40 % gibt es 100 Punkte, bei 60 % 70, bei 80 % 40, bei 100 % 20 und ab 150 % 0 Punkte, dazwischen verläuft sie linear. Wird trotz Verlust oder ohne Gewinn ausgeschüttet, ist die Dividende nicht gedeckt: Wir zeigen dann „–“ und werten die Kennzahl mit 0 Punkten. Unbewertet bleibt sie, wenn Zahlen fehlen oder sich widersprechen, wenn in diesem Geschäftsjahr keine Dividende gezahlt wurde und bei REITs, für die der Gewinn nach Abschreibungen auf Immobilien keine geeignete Grundlage ist. Die langfristige Tragfähigkeit lässt sich aus dieser Kennzahl allein nicht ableiten.
Was zeigt das Dividendenwachstum?
Durchschnittliche jährliche Veränderung der Dividende über den zugrunde gelegten Mehrjahreszeitraum. In der Dividenden-Kategorie des Kennzahlen-Scores wird dieser Wert gegen eine feste Skala eingeordnet und nicht gegen eine Vergleichsgruppe. Sonderdividenden können einzelne Perioden beeinflussen, wenn sie in den Quelldaten nicht zuverlässig von regulären Ausschüttungen getrennt werden können. Ein angebrochenes erstes Zahlungsjahr dient nicht als Ausgangsjahr.
Was bedeuten die Jahre ohne Dividendensenkung?
Zeigt, in wie vielen auswertbaren Jahresvergleichen die Dividende gehalten oder erhöht wurde. „8/9“ bedeutet beispielsweise, dass dies in acht von neun Vergleichen der Fall war. Ein Jahr ohne Dividendenzahlung gilt als Unterbrechung. Auch das Jahr der ersten Zahlung wird verglichen, außer eine Sonderzahlung prägt es; eine einzelne Zahlung ohne Zahlung im Jahr davor oder danach gilt nicht als Dividendenjahr. Zahlungen vor dem Börsengang zählen nicht, außer sie laufen ohne Unterbrechung über den Börsenstart weiter, etwa bei einem Wechsel des Kürzels. Für den Score werden zusätzlich die Länge der Historie und die aktuelle ununterbrochene Serie berücksichtigt — ein junger Zahler erreicht deshalb auch ohne Senkung keinen Höchstwert.
Wie aus den Kennzahlen ein Score wird
Wie eine Kennzahl innerhalb ihrer Vergleichsgruppe eingeordnet wird und wie daraus die Scores der Bereiche und der Kennzahlen-Score entstehen, beschreibt die Methodik.