Wachstumskennzahlen erklärt
Ordnet die historische Entwicklung von Umsatz und Gewinn anhand mehrerer Wachstumskennzahlen ein. Dabei werden sowohl die Höhe als auch die Beständigkeit der Entwicklung berücksichtigt. Der Score beschreibt historische Unternehmensdaten und ist keine Prognose des zukünftigen Wachstums.
Was zeigt das Umsatzwachstum?
Durchschnittliche jährliche Veränderung des Umsatzes über die letzten drei Geschäftsjahre (CAGR). Die Kennzahl beschreibt, wie sich der Umsatz in der Vergangenheit entwickelt hat, und ist keine Wachstumsprognose. Reicht die Berichtshistorie für drei Jahre nicht aus, etwa kurz nach einem Börsengang, zeigen und bewerten wir die Rate über die letzten zwei Geschäftsjahre. Lag der Umsatz im Ausgangsjahr unter dem Gegenwert von 10 Mio. USD oder lässt sich keine Rate bilden, zeigen und bewerten wir statt der Wachstumsrate die „Umsatzentwicklung“: die Veränderung des Umsatzes über drei bzw. zwei Jahre in Prozent des Endumsatzes. Sie ist keine jährliche Wachstumsrate. Liegt schon der Umsatz im jüngsten Geschäftsjahr unter dem Gegenwert von 10 Mio. USD, bewerten wir die Kennzahl nicht und zeigen „–“; die Finanzzahlen bleiben sichtbar. Den Gegenwert in USD bilden wir mit Durchschnittskursen aus den Euro-Referenzkursen der EZB (Quelle: EZB).
Was zeigt das Gewinnwachstum?
Durchschnittliche jährliche Veränderung des Nettogewinns über die letzten drei Geschäftsjahre (CAGR). Sondereffekte und niedrige Vergleichsbasen können einzelne Perioden deutlich beeinflussen. War der Gewinn im Ausgangsjahr nicht positiv oder ist das jüngste Jahr ein Verlustjahr, ist eine Wachstumsrate nicht aussagekräftig und wird nicht ausgewiesen.
Was zeigt das Free-Cashflow-Wachstum?
Durchschnittliche jährliche Veränderung des Free Cashflows über die letzten drei Geschäftsjahre (CAGR). Die Kennzahl ergänzt gewinnbasierte Wachstumswerte um die Entwicklung eines cashflowbasierten Ergebnismaßes. War der Free Cashflow im Ausgangsjahr nicht positiv oder ist er im jüngsten Jahr negativ, ist eine Wachstumsrate nicht aussagekräftig und wird nicht ausgewiesen.
Was zeigt die Veränderung der Nettomarge?
Veränderung der Nettomarge gegenüber dem Stand vor drei Jahren, in Prozentpunkten. Die Marge rechnen wir mit dem Konzerngewinn einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter, weil auch der Umsatz den ganzen Konzern umfasst. Anders als eine Wachstumsrate ist die Kennzahl auch dann definiert, wenn das Unternehmen damals Verlust machte, und sagt, ob von jedem Euro Umsatz mehr oder weniger übrig bleibt. Reicht die Berichtshistorie für drei Jahre nicht aus, zeigen und bewerten wir die Veränderung gegenüber dem Stand vor zwei Jahren. Ist in einem der beiden Jahre kein Umsatz ausgewiesen oder liegt er im jüngsten Geschäftsjahr unter dem Gegenwert von 10 Mio. USD (dann zeigt das Umsatzwachstum „–“), zeigen und bewerten wir stattdessen die „Gewinnentwicklung“ über die letzten zwei Geschäftsjahre: die Differenz beider Jahreswerte geteilt durch die Summe ihrer Beträge, zwischen −100 % und +100 %. Sie ist keine Wachstumsrate. Lag der Umsatz im Startjahr unter dem Gegenwert von 10 Mio. USD, setzen wir ihn für die Margenveränderung rechnerisch mit dem Gegenwert von 10 Mio. USD an. Dadurch begrenzen wir den Einfluss sehr kleiner Umsatzbasen. Die veröffentlichten Finanzzahlen bleiben unverändert.
Was zeigt die Veränderung der Free-Cashflow-Marge?
Veränderung der Free-Cashflow-Marge gegenüber dem Stand vor drei Jahren, in Prozentpunkten. Umsatz und Free Cashflow werden je Stichjahr aus demselben Berichtszeitraum und derselben Berichtswährung genommen. Reicht die Berichtshistorie für drei Jahre nicht aus, zeigen und bewerten wir die Veränderung gegenüber dem Stand vor zwei Jahren. Ist kein Umsatz ausgewiesen oder liegt er im jüngsten Geschäftsjahr unter dem Gegenwert von 10 Mio. USD (dann zeigt das Umsatzwachstum „–“), zeigen und bewerten wir stattdessen die „Free-Cashflow-Entwicklung“, ohne ausgewiesene Investitionsausgaben die „Operative-Cashflow-Entwicklung“: jeweils über die letzten zwei Geschäftsjahre, die Differenz beider Jahreswerte geteilt durch die Summe ihrer Beträge, zwischen −100 % und +100 %. Beide sind keine Wachstumsraten; im operativen Cashflow sind Investitionen nicht berücksichtigt. Lag der Umsatz im Startjahr unter dem Gegenwert von 10 Mio. USD, setzen wir ihn für die Veränderung der Free-Cashflow-Marge rechnerisch mit dem Gegenwert von 10 Mio. USD an. Dadurch begrenzen wir den Einfluss sehr kleiner Umsatzbasen. Die veröffentlichten Finanzzahlen bleiben unverändert.
Was zeigt das Wachstum des Gewinns je Aktie?
Durchschnittliche jährliche Veränderung des verwässerten Gewinns je Aktie über die letzten drei Geschäftsjahre (CAGR). Im Unterschied zum gesamten Gewinn berücksichtigt die Kennzahl auch Veränderungen der Aktienanzahl, etwa durch Rückkäufe oder Kapitalerhöhungen. War der Gewinn je Aktie im Ausgangsjahr nicht positiv oder reicht die Berichtshistorie nicht aus, ist keine Wachstumsrate definiert.
Was bedeutet Wachstumsbeständigkeit?
Anteil der Jahresvergleiche, in denen der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Grundlage sind die Jahresabschlüsse der letzten bis zu 15 Geschäftsjahre. Verglichen werden nur direkt aufeinanderfolgende Geschäftsjahre; einen Wert weisen wir erst ab zwei auswertbaren Jahresvergleichen aus. Ein höherer Wert bedeutet innerhalb dieser Kennzahl eine gleichmäßigere historische Entwicklung, nicht eine Prognose zukünftigen Wachstums.
Wie aus den Kennzahlen ein Score wird
Wie eine Kennzahl innerhalb ihrer Vergleichsgruppe eingeordnet wird und wie daraus die Scores der Bereiche und der Kennzahlen-Score entstehen, beschreibt die Methodik.