Stabilitätskennzahlen erklärt

Ordnet ein, wie stark ausgewählte Unternehmenskennzahlen über mehrere Perioden schwanken und wie sich der Aktienkurs verhalten hat: seine Schwankungen, sein größter Verlust und seine Entwicklung in Marktkrisen. Der Stabilitäts-Score beschreibt die Vergangenheit und ist keine Aussage über die zukünftige Kursstabilität einer Aktie.

Was misst die Umsatzstabilität?

Der historische Stabilitätsindex reicht von 0 bis 100. Höhere Werte bedeuten innerhalb dieser Kennzahl geringere historische Schwankungen. Grundlage ist die Streuung der Jahresumsätze über mehrere Perioden. Der Wert ist kein Anteil von Jahren, sondern ein aus der Streuung abgeleiteter Index.

Was misst die Gewinnstabilität?

Der historische Stabilitätsindex reicht von 0 bis 100. Höhere Werte bedeuten innerhalb dieser Kennzahl geringere historische Schwankungen. Grundlage ist die Streuung der Jahresergebnisse. Stark schwankende Gewinne machen gewinnbasierte Kennzahlen wie das KGV von Jahr zu Jahr weniger vergleichbar.

Was misst die Cashflow-Stabilität?

Der historische Stabilitätsindex reicht von 0 bis 100. Höhere Werte bedeuten innerhalb dieser Kennzahl geringere historische Schwankungen. Grundlage ist die Streuung des operativen Cashflows über mehrere Perioden.

Was zeigt die Wertentwicklung in Krisen?

Beschreibt den historischen Kursrückgang in drei fest definierten Marktkrisen: Finanzkrise 2008, Corona-Einbruch 2020 und Zinswende 2022. Je Krise vergleichen wir den höchsten Kurs kurz vor Beginn mit dem tiefsten Kurs innerhalb der Krise. Aus den einzelnen Rückgängen bilden wir den Durchschnitt. Liegen für eine Krise zu wenige Kursdaten vor, bleibt sie außen vor. Gibt es für keine der drei genug Daten, weisen wir keinen Wert aus. Die Kennzahl wird gegen eine feste Skala eingeordnet, nicht gegen eine Vergleichsgruppe. Die Reaktion in früheren Krisen erlaubt keine zuverlässige Aussage darüber, wie sich die Aktie in einer zukünftigen Krise entwickeln wird.

Was zeigen die Kursschwankungen?

Beschreibt die historische Schwankungsbreite des Aktienkurses innerhalb des zugrunde gelegten Zeitraums. Die Kennzahl trifft keine Aussage über einen angemessenen Kaufpreis.

Was ist der maximale Kursverlust?

Größter Kursrückgang von einem vorherigen Hoch bis zum darauffolgenden Tief in den letzten fünf Jahren, gemessen an den Wochenschlusskursen. Wir weisen ihn nur aus, wenn für mindestens 250 der 260 Wochen dieses Zeitraums ein verwertbarer Schlusskurs vorliegt, damit für alle Unternehmen dieselbe Zeitspanne zählt. Im Kennzahlen-Score ordnen wir ihn gegen eine feste Skala ein, nicht gegen eine Vergleichsgruppe: Sie fällt von 100 Punkten ohne Verlust über 90 Punkte bei 20 %, 70 bei 35 %, 40 bei 55 %, 15 bei 75 % und 5 bei 90 % auf 0 Punkte bei einem Totalverlust und verläuft dazwischen linear. Der Wert beschreibt die Vergangenheit und stellt keinen maximal möglichen zukünftigen Verlust dar.

Wie aus den Kennzahlen ein Score wird

Wie eine Kennzahl innerhalb ihrer Vergleichsgruppe eingeordnet wird und wie daraus die Scores der Bereiche und der Kennzahlen-Score entstehen, beschreibt die Methodik.

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